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Stellen Sie Ihren eigenen Wein her!

"Seit Jahrzehnten muss man, wenn es um Wein geht, ein fast mystisches Gehabe an den Tag legen.
Man liest begeisterte Kritiken. Berühmte Önologen beschreiben uns Weine in einer okkulten Sprache und selbst wenn es sich um „kleine "

"Seit Jahrzehnten muss man, wenn es um Wein geht, ein fast mystisches Gehabe an den Tag legen.

Man liest begeisterte Kritiken. Berühmte Önologen beschreiben uns Weine in einer okkulten Sprache und selbst wenn es sich um „kleine Weine“ handelt, hat man den Eindruck, umso komplizierter, desto besser der Wein.
Das Geheimnis muss undurchdringbar sein, aber alle sollen auch ja wissen, dass es ein Geheimnis gibt. Diese Geheimnistuerei beflügelt den Verkauf, warum sollte man es aufklären!

Weinbauern, Händler und Kritiker sind in einem System gefangen, in dem nur die schönen Etiketten zählen. Alle Akteure der Kette oder mit einigen Ausnahmen fast alle, beteiligen sich an dieser Maskerade, die Bruderschaften* zuallererst.

Worin liegt die einfache Freude einen guten Wein zu trinken? Ist das Fest den Eingeweihten oder einer Elite vorbehalten, die in der Lage ist Flaschen von einigen hundert Euro zu köpfen? Nein, natürlich nicht, und das wäre im Übrigen dann auch das Ende unserer Weine.

Aber das System ist auf perverse Weise abschreckend und ausgrenzend. Die kleinen Produzenten, die authentische Weine anbauen möchten, die so natürlich wie möglich sind, werden ausgeschaltet. Die Amateure, die gerne ihren eigenen Wein herstellen würden, sind von diesen ganzen Geheimnissen und diesen vorausgesetzten Schwierigkeiten noch mehr entmutigt.
Einen guten Wein herzustellen ist sicher nicht einfach, und dann darauf zu verzichten, aus Freude und zu eigenen Zwecken einige Kilogramm Trauben zu Wein zu verarbeiten, liegt nahe.

Es ist ja auch nicht jeder ein Sternekoch. Jedoch kochen wir jeden Tag und bereiten manchmal köstliche kleine Gerichte zu. Also, warum sollte man nicht auch ein Amateur-Weinbauer sein können?


* Die Bruderschaften so seriös sie auch sein mögen, sind nicht, wie man immer denkt, die Überbleibsel mittelalterlicher Gesellschaften, auch wenn sie sich davon inspirieren und sich so geben.
Diese Vereinigungen wurden aus wirtschaftlichen Gründen gegründet. Die berühmte und altehrwürdige Confrèrie des Chevaliers du Tastevin zum Beispiel ist zwischen den beiden Weltkriegen entstanden um dem schlechten Abverkauf der Weine aus der Bourgogne entgegenwirken.
Diese Bruderschaften, und so steht es auch in ihren Statuten, haben das Ziel den Absatz ihrer Weine zu fördern. Sie exportieren sich und gründen Kommende überall dort wo, wie etwa in China, der Markt gewinnbringende Absatzmöglichkeiten verspricht.
Ferner versuchen diese folkloristischen Propagandawerkzeuge in unseren Augen als Qualitätsgaranten des Weins und der traditionellen Weinherstellungsmethoden zu erscheinen. Wie könnten sie es sein? Zum einen setzen sie sich zum Teil aus Produzenten oder Mitgliedern dieser Berufssparte zusammen, die unabhängig von ihrer Rechtschaffenheit, Richter in eigener Sache sind und zum anderen haben sich das Material und die Methoden zur Weinherstellung so geändert, dass eine Rückkehr zu den wirklich alten Methoden heute global undenkbar wäre.
Kleider machen definitiv keine Leute.
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