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Ein Rezept für den Kompost: Utensilien und Zutaten

Von Ludovic Martin, Autor von „Je réussis mon compost et mon lombricompost“ („Für einen gelungenen Kompost und Wurmkompost“)

Von Ludovic Martin
Im Gegensatz zu dem, was gewisse Vorurteile verbreiten, ist die Kompostierung eine moderne Technik. Sie hat mit dem Abfallhaufen, der früher am Gartenende thronte, nichts zu tun. Weder Fliegen noch Gerüche, Sie gewinnen Zeit, Geld, Sie sparen sich Mühe und Aufwand und erhalten bessere Ernten. Nicht schlecht oder?

Ein Wald produziert keine Abfälle. Er recycelt auf natürliche Weise seine toten Pflanzen um die lebenden zu versorgen. Er ist Nährboden für eine Vielzahl von Mikroorganismen, Insekten und Pilze, die die organische Materie umwandeln und assimilierbar machen. In einem Komposter wird genau dieser Materialzyklus optimiert und die Hinzufügung hochwertiger Komposterde ist goldwert für Ihren Garten.

Dank dem Kompost:
- Ist die Erde leichter, lockerer.
- Speichert sie in Trockenheitsperioden mehr Wasser und erholt sich besser nach langem Regen.
- Sie erwärmt sich im Frühling schneller.
- Die Pflanze erhält die Zusätze, die sie braucht, wann sie sie braucht. Das Wachstum ist harmonisch und die Pflanzen entwickeln ihre natürlichen Abwehrmechanismen.
- Gemüse haben einen guten Geschmack.
- Sie gießen weniger.
- Sie müssen fast gar nicht mehr umgraben und haben größere und schönere Ernten!

Wie beginnt man?
Zunächst gilt es den richtigen Standort für Ihren Komposter zu finden. Er muss leicht zugänglich und nah am Haus sein. Wählen Sie ein Modell, das nicht größer als 500 Liter ist, dies ermöglicht Ihnen bis zu 6 m3 organischer Materie pro Jahr zu verarbeiten. Wenn Sie eine höheren Bedarf haben, ist es besser 2 Komposter als einen großen zu haben.

Was wird kompostiert?
Einfachheitshalber sprechen wir von „grün“ und „braun“. Das Grüne ist alles was sich schnell zersetzt: gemähtes Gras, Haushaltsabfälle..., kurzum alles, was grün ist (einschließlich Orangenschalen, Eierschalen etc.). Das Braune sind Zweige, Laub oder Stroh. Das Braune zersetzt sich langsam und braucht Wasser. Es hat den Vorteil Ihren Kompost zu strukturieren und Sauerstoff hineinzulassen. Das Grüne zersetzt sich sehr schnell und braucht dazu Luft. Es hat den Vorteil, den Gärungsprozess in Gang zu setzen und Wasser zu spenden. Daraus scheint logisch, dass eine ausgewogene Zuführung aus grün und braun eine effiziente Gärung ermöglicht, die durch ein intensives Leben verursacht wird: zunächst Bakterien, dann Pilze und Mikroorganismen.
Die Werkzeuge
Ein Dunghaken (eine Art von Gabel mit krummen Zinken) zum umwälzen, eine Mülltonne oder eine alte Waschschüssel um das „Braune“ zu befeuchten, eine Gabel mit 4 Zinken und natürlich der Komposter: das ist alles, was Sie brauchen.

Wie bringt man den Prozess in Gang?
Sie haben Laub, Heu oder kleinere Pflanzenreste aufgehoben, diese weichen Sie in Wasser ein und legen das Braune in eine 10 cm dicke Schicht auf den Grund Ihres Komposters. Legen Sie eine Schicht grün darüber, auch wieder 10 cm dick, und machen Sie so weiter, indem Sie immer abwechselnd schichten. Die oberste Schicht ist braun, diese wird mit einem Stück Pappe oder einem feuchten Tuch abgedeckt, damit keine Fliegen kommen und Verdunstung zu vermeiden.

Die Feuchte regulieren
Wenn die Materie an der Oberfläche sehr trocken ist, gießen Sie sie leicht.
Ihr Kompost scheint nass und zusammengepresst? Öffnen Sie den Deckel und lüften Sie ihn einige Tage lang. Um zu wissen ob der Feuchtigkeitsgrad „im Kern“ angemessen ist, tauchen Sie eine Hand in den Kompost, entnehmen Sie eine Handvoll und drücken Sie sie zusammen.
Es läuft sofort Wasser heraus: es ist zu feucht.
Es ist trocken und die Materie zerfällt, wenn Sie die Hand öffnen: es ist zu trocken.
Einige Tropfen kommen heraus, wenn Sie alles zusammendrücken: es ist perfekt, ändern Sie nichts.

Umwälzen und mischen
Um rasch einen hochwertigen Kompost zu erhalten muss man ihm umwälzen. Um sich die Sache leicht zu machen, legen Sie ein Brett vor den Komposter, öffnen Sie die Fassade und ziehen Sie die oberen Schichten mit einer Dunggabel. Verschließen Sie den Komposter wieder und befüllen Sie ihn. Ihr vermischter und durchgelüfteter Kompost wird eine höhere Temperatur erlangen. Die bakterielle Aktivität läuft auf Hochtouren, Ihr Kompost reift schnell. Für eine schnelle Herstellung (5/6 Monate), wäre es gut alle 6 Wochen umzuwälzen, aber wenn Sie Ihren Komposter langsam befüllen und Sie 3 bis 4 Monate brauchen, bis er voll ist, können Sie zwischen jeder Umwälzung 3 Monate warten.

Wie verwendet man Kompost?
Ihre zersetzten Abfälle sind schwarz und nicht mehr identifizierbar, das Gewimmel von Insekten und Würmern darin wird weniger: der Kompost ist reif, Sie können ihn verwenden. Bedecken Sie Ihren Boden mit einer 3 cm dicken Schicht ohne Ihren Kompost zu vergraben. Und wenn Ihre Produktion ausreicht, um den ganzen Garten zu versorgen, beginnen Sie mit den Artischocken, den Tomaten, den Auberginen, den Zucchini oder dem Lauch, ja, sie lieben ihn!


Ludovic Martin setzt sich seit mehreren Jahren für die Aufwertung des organischen Materials ein. Mit dem Verein AuRasduSol (ehemals EnRgéthic), züchtet er Würmer (Wurmzuchtfarm) und gibt regelmäßig Schulungen zur Kompostierung und natürlichem Gärtnern. Mit dem Forschungsbüro SaluTerre realisiert er Kompostierungsprojekte in Schulen, Seniorenheimen oder auch Campingplätzen.
Vor allem verfasst er mit Pascal Martin und Eric Prédine „Je réussis mon compost et mon lombricompost“ („Für einen gelungenen Kompost und Wurmkompost“) Ein sehr schönes Buch, das zeigt, wie einfach es ist klug zu sein und einen schönen Garten zu bekommen, indem man seine Abfälle verringert.
Wir danken ihm für seine wertvollen Tipps.
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